KLOSTERGESPRÄCHE | "80 Jahre Kriegsende - Erinnerung und Auftrag"
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 setzte die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung ein. Aus der Gesellschaft gedrängt, stellte sich für viele die Frage: Wohin gehen und wie neu anfangen?
Der Journalist Thomas Muggenthaler spürt seit Mitte der 1980er Jahre bayerisch-jüdischen Schicksalen nach. Er führte Gespräche mit Emigranten in Israel, den USA und Argentinien, aber auch mit Shoah-Überlebenden, die nach ihrer Befreiung jüdisches Leben in Bayern wieder aufbauten. Facettenreich erzählen ihre Geschichten von den Schwierigkeiten der Emigration, von Verlusten, von Brüchen in der Biografie, aber auch von Mut, Überlebenswillen und Neubeginn.
Von den Weidener Brüdern Steiner, die nach der KZ-Haft des Vaters nach Palästina emigrierten, über den Münchner Uri Siegel, der aus der Emigration zurückkehrte, um sich als Rechtsanwalt für Wiedergutmachun-gen einzusetzen, bis hin zur Regensburgerin Ilse Oster, die nach New York auswanderte und unversöhnlich auf Deutschland blickte - 34 bayerisch-jüdische Lebenswege, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Für Cham besonders interessant ist dabei der Lebensweg von Ernst Schwarz.
Leitung/Organisation:
Katharina Drescher-Seidl
Thomas Muggenthaler, ehemaliger BR-Journalist, Buchautor
| Veranstaltungsnr. | 3-32509 |
| Datum | Do 19.03.2026, 19.00 Uhr |
| Ort | Cham, Geistliches Zentrum der Redemptoristen |
| Hinweis: | Das Buch ist im Volk-Verlag erschienen Preis: ca. 24,90 Euro | ISBN 978-3-86222-523-1 |
| Veranstalter | Kulturamt Furth i.Wald, KEB Cham |