Der Räuber Heigl

Der legendäre Höhlen- bzw. Waldbewohner am Fuße des Kaitersberg

Vortrag

Michael Heigl - geboren in Beckendorf, heute ein Ortsteil von Bad Kötzting - auch als Räuber Heigl bekannt, war ein bayerischer Räuber.
Der Sohn eines Tagelöhners war Hütejunge und begann eine Ausbildung zum Schlosser in Furth im Wald. Da er Münzen aus einem Opferstock stahl, stand er seit 1841 unter Polizeiaufsicht.
Nachdem er in Kötzting als fahrender Händler ohne Gewerbeschein verhaftet wurde, floh er 1843 aus einem Straubinger Gerichtssaal in den Bayerischen Wald. In den Folgejahren beging der Einzelgänger seine Raubzüge in der Kötztinger und Viechtacher Gegend und kam bis nach Landshut. Mehrere Jahre verbrachte er in derSlowakei.
Als häufiger Aufenthaltsort und Versteck wird die sogenannte Räuber-Heigl-Höhle auf dem Kaitersberg unterhalb des Kreuzfelsens genannt. Da Heigl vor allem reiche Bauern und Geistliche beraubte, erfreute er sich in den ärmeren Volksschichten großer Sympathie und breiter Unterstützung.
Durch den Verrat eines früheren Kumpanen entdeckte man sein Höhlenversteck. Am 18. Juni 1853 wurde er dort gefasst und 1854 in Straubing zum Tod durch Enthauptung verurteilt. Nach einem Gnadengesuch wandelte König Max II. die Todesstrafe in eine lebenslange Kettenstrafe um.

Referent:

Klaus Fechter

Datum Di 10.03.2020, 14.30 Uhr
Ort Cham, Pfarrheim St.Josef
Veranstalter Senioren Cham St. Josef
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