Sa 10.03.12, 7.30 - 17.00 Uhr
Studienfahrt zur KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
mit Besuch des neuen Dokumentationszentrums
Hitler und sein Architekt Albert Speer hatten Großes vor mit Berlin, Hamburg oder München: Wären die geplanten Monumentalbauten Wirklichkeit geworden, die "Führerstädte" wären nicht wiederzuerkennen gewesen. Der Kriegsverlauf verhinderte die Realisierung der Triumph-Architektur. 1938, als Flossenbürg eröffnet wurde, liefen die Vorbereitungen jedoch noch auf Hochtouren. Ungeheure Mengen an Granit waren für derartige Projekte nötig, aber auch für Hitlers Straßen- und Autobahnbauprogramm - und sehr viele Arbeitskräfte.
Ein Lager wie Flossenbürg diente nicht mehr nur dazu, NS-Gegner zu inhaftieren und terrorisieren. Bei den KZs der "zweiten Generation" spielten auch wirtschaftliche Interessen der SS bei der Standortwahl für neue Konzentrationslager eine Rolle. Gezielt beutete man Gefangene zur billigen Produktion von Baustoffen aus. Vorwiegend aus diesem Grund errichtete man auch das KZ in Flossenbürg, wo Granit in großen Mengen vorkam.
Im Mai 1938 wurde das Lager eröffnet. Während des Krieges, als man dann die Häftlinge fast ausschließlich in der Rüstungsproduktion einsetzte, kamen fast 90 Außenkommandos dazu. Damit wurde Flossenbürg das viertgrößte KZ. Von 1938 bis 1945 waren insgesamt 100.000 Häftlinge im Gesamtkomplex Flossenbürg. In dem KZ, gebaut zur "Vernichtung durch Arbeit", starben mindestens 30.000 Menschen, viele von ihnen auf den berüchtigten Todesmärschen wenige Tage vor Kriegsende. Im April 1945 führte einer dieser Todesmärsche auch durch den Landkreis Cham.
Im Rahmen der Studienfahrt werden vormittags zwei geführte Rundgänge angeboten, zum einem für Erwachsene, zum anderen speziell für Jugendliche.
Nachmittags wird die Ausstellung "Was bleibt - Nachwirkungen des Konzentrationslagers Flossenbürg" besucht. Unter diesem Titel wurde 2010 eine neue Dauerausstellung in der ehemaligen Häftlingsküche eröffnet. Damit wurde den komplexen Folgen der nationalsozialistischen Konzentrationslager zum ersten Mal eine eigene Ausstellung gewidmet. Die widersprüchlichen Nachwirkungen des Konzentrationslagers Flossenbürg werden dabei in die Zeitgeschichte vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute eingebettet. So weist die Geschichte dieses Konzentrationslagers weit über Flossenbürg hinaus und steht stellvertretend für viele Orte.
Die Ausstellung "was bleibt - Nachwirkungen des Konzentrationslagers Flossenbürg" beschäftigt sich mit vier Leitfragen:
- Was geschah mit den Orten? Wie und von wem wurde das ehemalige Konzentrationslager Flossenbürg verändert, aber auch die vielen (Tat-)Orte der Außenlager und Todesmärsche?
- Wie verarbeiteten die Überlebenden Trauer und Verlust? Wie konnten sie ein neues Leben beginnen, was motivierte sie, ihr Schicksal als Zeitzeugen zu vermitteln?
- Wie wurden die Verbrechen der Täter geahndet? Wie stellte sich die deutsche Gesellschaft zu Schuld und Verantwortung?
- In welcher Form entwickelte sich die Erinnerung an das KZ Flossenbürg? Wer waren die Träger des Gedenkens, welche Gruppen wurden lange Zeit vergessen?
Programm:
07.30 Uhr Abfahrt Cham-Floßhafen
08.00 Uhr Abfahrt Roding, Busunternehmen Lobmeyer/Rodinger Verkehrsbetriebe
10 Uhr Flossenbürg: Rundgang historisches Gelände
12 .15 -13.15 Uhr Pause; Möglichkeit zur Verpflegung
13.15 - 15.15 Uhr Möglichkeit zum individuellen Besuch der Ausstellung "was bleibt-Nachwirkungen des KZs Flossenbürg"
15.30 Uhr Rückfahrt
Ein Lager wie Flossenbürg diente nicht mehr nur dazu, NS-Gegner zu inhaftieren und terrorisieren. Bei den KZs der "zweiten Generation" spielten auch wirtschaftliche Interessen der SS bei der Standortwahl für neue Konzentrationslager eine Rolle. Gezielt beutete man Gefangene zur billigen Produktion von Baustoffen aus. Vorwiegend aus diesem Grund errichtete man auch das KZ in Flossenbürg, wo Granit in großen Mengen vorkam.
Im Mai 1938 wurde das Lager eröffnet. Während des Krieges, als man dann die Häftlinge fast ausschließlich in der Rüstungsproduktion einsetzte, kamen fast 90 Außenkommandos dazu. Damit wurde Flossenbürg das viertgrößte KZ. Von 1938 bis 1945 waren insgesamt 100.000 Häftlinge im Gesamtkomplex Flossenbürg. In dem KZ, gebaut zur "Vernichtung durch Arbeit", starben mindestens 30.000 Menschen, viele von ihnen auf den berüchtigten Todesmärschen wenige Tage vor Kriegsende. Im April 1945 führte einer dieser Todesmärsche auch durch den Landkreis Cham.
Im Rahmen der Studienfahrt werden vormittags zwei geführte Rundgänge angeboten, zum einem für Erwachsene, zum anderen speziell für Jugendliche.
Nachmittags wird die Ausstellung "Was bleibt - Nachwirkungen des Konzentrationslagers Flossenbürg" besucht. Unter diesem Titel wurde 2010 eine neue Dauerausstellung in der ehemaligen Häftlingsküche eröffnet. Damit wurde den komplexen Folgen der nationalsozialistischen Konzentrationslager zum ersten Mal eine eigene Ausstellung gewidmet. Die widersprüchlichen Nachwirkungen des Konzentrationslagers Flossenbürg werden dabei in die Zeitgeschichte vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute eingebettet. So weist die Geschichte dieses Konzentrationslagers weit über Flossenbürg hinaus und steht stellvertretend für viele Orte.
Die Ausstellung "was bleibt - Nachwirkungen des Konzentrationslagers Flossenbürg" beschäftigt sich mit vier Leitfragen:
- Was geschah mit den Orten? Wie und von wem wurde das ehemalige Konzentrationslager Flossenbürg verändert, aber auch die vielen (Tat-)Orte der Außenlager und Todesmärsche?
- Wie verarbeiteten die Überlebenden Trauer und Verlust? Wie konnten sie ein neues Leben beginnen, was motivierte sie, ihr Schicksal als Zeitzeugen zu vermitteln?
- Wie wurden die Verbrechen der Täter geahndet? Wie stellte sich die deutsche Gesellschaft zu Schuld und Verantwortung?
- In welcher Form entwickelte sich die Erinnerung an das KZ Flossenbürg? Wer waren die Träger des Gedenkens, welche Gruppen wurden lange Zeit vergessen?
Programm:
07.30 Uhr Abfahrt Cham-Floßhafen
08.00 Uhr Abfahrt Roding, Busunternehmen Lobmeyer/Rodinger Verkehrsbetriebe
10 Uhr Flossenbürg: Rundgang historisches Gelände
12 .15 -13.15 Uhr Pause; Möglichkeit zur Verpflegung
13.15 - 15.15 Uhr Möglichkeit zum individuellen Besuch der Ausstellung "was bleibt-Nachwirkungen des KZs Flossenbürg"
15.30 Uhr Rückfahrt
Preis: Vorbehaltlich einer Förderung durch den Landkreis Cham:
Jugendliche/junge Erwachsene (bis zum 27.Lebensjahr): 5,-- €
Erwachsene (ab dem 28.Lebensjahr): 20,-- €
Bei keiner Förderung:
Jugendliche/junge Erwachsene (bis zum 27.Lebensjahr): 10,-- €
Er
Anmeldung: KEB Cham , Tel. 09971-7138
Hinweis: Zustiege: 07.30 Uhr Cham / Stadellohe 07,45 Uhr Wetterfeld, GH Miethanner 08.00 Uhr Rodinger Verkehrsbetriebe
Anmeldung: KEB Cham , Tel. 09971-7138
Hinweis: Zustiege: 07.30 Uhr Cham / Stadellohe 07,45 Uhr Wetterfeld, GH Miethanner 08.00 Uhr Rodinger Verkehrsbetriebe
Referenten: Monika Urban, Gemeindereferentin im Dekanat Roding
Michael Neuberger, geschäftsführender Bildungsreferent der KEB Cham
Diakon Werner Müller
Veranstalter: Dekanat Roding
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